LONG FORGOTTEN – Zukunft hat Vergangenheit

»Er fühlte sich wie in einem Film, einem plastischen Traum. War das eine Nahtoderfahrung? Starb er gerade? Sie war zurück, die schreckliche und vertraute Angst.«

Rico Darburg ist ein Star der Berliner Medienszene und hat alles: Kreativität, innovative Ideen, Geld und Erfolg. Mit seiner Firma Tribitium Designs schwebt er auf einer Wolke der Anerkennung. Aber in der Nacht, zwischen Tag und Traum, kommen sie hervor: Zweifel, Ängste und verdrängte Schuld, Schatten seiner Vergangenheit.
Mehr als zwanzig Jahre zuvor hatte er mit seiner Schulfreundin Melanie eines der erfolgreichsten Computerspiele der Neunziger entwickelt, doch über die Vermarktung gerieten sie in Streit. Auf dem Weg zu Verhandlungen in London verschwand sie spurlos.

In der Gegenwart erregt die Markteinführung seiner neuen Chip-Technologie weltweite Aufmerksamkeit. Investoren stehen Schlange und Bürgerrechtler demonstrieren gegen die Verbindung von biologischen und technischen Komponenten, als eine von Ricos Studentinnen den alten Programmcode des Spiels entschlüsselt und plötzlich entdeckt, was Melanie hinterlassen hat.

LONG FORGOTTEN ist erhältlich als Hardcover und Softcover im Buchhandel (Motiv “Digital Fingerprint” – große Abbildung links) und als Taschenbuch-Sonderausgabe sowie eBook bei Amazon (Motiv “Caged Memories” – bitte auf die verkleinerte Darstellung klicken).

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Description

1999: Während die deutsche Hauptstadt sich auf das Jahr 2000 vorbereitet und die Öffentlichkeit die Gefahren von Y2K diskutiert, haben die Schulfreunde Melanie Bieler und Rico Darburg Die Kolonisten programmiert – das erfolgreichste Computerspiel der 90er Jahre. Firmen aus Russland, England und Frankreich ringen um die Veröffentlichungsrechte des kleinen Berliner Entwicklungsstudios. Zwischen Rico und Melanie bricht ein Streit aus über die Frage, mit welchem Partner sie Verträge schließen wollen. Auf der Reise nach London zu einem englischen Publisher verschwindet Melanie spurlos. Rico kann jetzt seinen Willen durchsetzen und gibt die Rechte nach Frankreich. Doch Melanies Befürchtungen werden wahr: Kaum ist das Spiel auf dem Markt, wird Rico von den hauseigenen Entwicklern in Paris verdrängt und ersetzt. Ermittlungen der Polizei bleiben erfolglos, Melanies Familie bricht darüber auseinander. Rico indes gibt die Suche nach Melanie nie auf … auch wenn manche Gerüchte nicht verstummen wollen.

Über 20 Jahre später. Gegenwart: Rico Darburg ist Dozent für Game Metrics und Entwicklungsleiter bei Tribitium Designs, einem Berliner Start-up, das die Brücke vom heutigen Web 4.0 Standard zum Web 6.0 konstruiert. Die Verbindung von Hirn und Technik und die realweltliche Verknüpfung durch Emotion und Analyse sind seine Leidenschaft und ein Milliardengeschäft. Die Präsentation einer neuen Generation von Computerchips, die erstmals technische und biologische Signale gleichzeitig verarbeiten können und mit bisher unerreichter Geschwindigkeit und Rechentiefe operieren, gelingt fulminant. Die Investitionszusagen vervielfachen sich und neue Partner drängen sich auf: potenter, mächtiger und skrupelloser als ihr bisheriger Hauptinvestor Triple-17. Als Star der hauptstädtischen Entwicklerszene zieht Rico daher nicht nur das Interesse von Wirtschaft und Politik auf sich, sondern erregt auch Widerstand: Eine im Auftrag der Bundesregierung entwickelte App zur Pandemiebekämpfung griff illegal auf Millionen Datensätze zu. Aufgrund der Intervention der Regierung drang dieser Skandal nicht an die breitere Öffentlichkeit. Die neue Chiptechnologie von Tribitium Designs verspricht jedoch nun, die Grenzen zwischen Technik und Biologie zu sprengen. Menschen haben Angst vor Implantaten, die eine biologische Internetanbindung ermöglichen. Die Presse wittert Schlagzeilen, mit denen sie ihre sinkenden Auflagen steigern kann. Internationale Investoren locken mit Geld und Versprechungen. Die plötzliche Fehlfunktion des NeurE-motion, eines Stirnbandes zur Analyse und Speicherung von Hirnwellen, schädigt Ricos Gehirn und führt zu Visionen, die ihm das detaillierte Nacherleben vergangener Situationen ermöglichen. Jeder neue Testlauf des Geräts ist mit großen Gefahren verbunden, die Rico dennoch auf sich nimmt. Seine Studentin Liz möchte den alten Programmcode der Kolonisten für ihre Abschlussarbeit analysieren. Rico verweigert ihr den Zugriff, doch Liz hackt sich in den Code. Hinter aufwändig verborgenen Schutzsystemen findet sie plötzlich Botschaften, die Melanie dort kurz vor ihrem Verschwinden hinterlassen hat. Nachrichten, die Rico heute in Erklärungsnot und Liz selber in Lebensgefahr bringen. Und die ihn zwingen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, mit Menschen aus der Vergangenheit, und vor allem den eigenen Erinnerungen, die seine Erfindung wieder nach oben spült …