Blut und Stahl – Tranthal 2

Zwei Jahre nach dem Krieg gegen die Dar’y führen die Freunde Brit und Len ein Leben zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung. Die Kolonie konnte sich noch einmal stabilisieren. Doch Drogenschmuggel, Energiediebstahl und radikale Kleriker des Aristo-Kultes der Dar’y sorgen für immer neue Probleme, denen Brit Darburg, die jetzt für die Propagandaeinheit des Innenministeriums arbeitet, und der junge Milizoffizier Len Kakaia Herr zu werden versuchen. Ihr Freund Dars Poole ist seit Kriegsende verschollen, ebenso wie der Dar’y-Warlord Sard Mamarter. Ärger droht, als die Dar’y behaupten, dass die Kolonie ihnen vertraglich zugesicherte Energielieferungen vorenthalte. Gleichzeitig formiert sich in der Kolonie selbst Widerstand gegen die Regierung. Gouverneur Adam bleibt untätig, doch er überträgt wichtige Kompetenzen an Vas Kandiris, den Befehlshaber seiner Elitetruppen.

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Description

Zwei Jahre nach Ende des Krieges kämpfen Len Kakaia, Brit Darburg und Hatch Quaila um ein Leben zwischen Anpassung und Selbstverwirklichung. Brigadegeneral Quaila führt die kolonialen Besatzungstruppen in der dar'yschen Hauptstadt und versucht gemeinsam mit dem dortigen Sicherheitschef Dek Dano und Kat-Ya, der Tochter des Aristo-Hohepriesters Aris Kon Wardi, den Hass zwischen den Familienclans abzubauen und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Dar'y und Kolonisten, wie die Besatzungstruppen abfällig genannt werden, zukünftig zu vermeiden. Seine private Fürsorge gilt Lardis, einem Jungen, der in den Wirren des dar'yschen Zusammenbruchs am Kriegsende von seiner Familie getrennt wurde und dessen wahre Identität unbekannt ist. Dar'ysche Extremisten fordern unentwegt, ihn aus seiner kolonialen "Geiselhaft" zu entlassen.

Ein Friedensvertrag mit der Kolonie sichert den Dar'y wirtschaftliche Stabilität, doch eine gerade eröffnete dar'yische Fabrik zur Verwertung kolonialer Energielieferungen explodiert.

Konflikte treten auch in der Kolonie selbst auf. Eine neu geschaffene Sicherheitseinheit unter dem Kommando von Brigadegeneral Kandiris kämpft gegen zunehmende Akte von zivilem Widerstand durch unzufriedene Bürger.

Dars Poole lebt als einziger Überlebender des missglückten Dar'y-Anschlags nun in Hallwa im Untergrund und bewegt sich zwischen Tarnidentitäten und der Suche nach Normalität bis er Li'andra trifft, ebenso schön wie verwegen und abgedreht. Sie macht ihn bekannt mit Gemmin und Ben - zwei anarchistischen Freunden, die sie alle mit einem geplanten Attentat auf den Raumhafen in Gefahr bringen werden und ihr Geld mit Drogenschmuggel verdienen bis Dars herausfindet, dass Sard Mamarter diese Lieferungen aus dem Hintergrund steuert. Gierig macht er sich auf die Suche nach seinem alten Meister.

Brit Darburg arbeitet in der Propagandaabteilung des Innenministeriums und überwacht die Integration dar'yscher Zuwanderer, deren Glauben, Riten und Traditionen neue Herausforderungen in die Kolonie tragen. Eines dieser Probleme besteht in dem Auftauchen der für Menschen tödlichen Droge Klat Arist, einem rituellen Rauschmittel. Polizeimajor Len Kakaia versucht, den illegalen Drogenschmuggel aufzuklären, aber er hat damit zunächst noch weniger Erfolg als mit dem Auffinden verschwundener Energielieferungen, die den Dar'y im Gegenzug für den Abschluss eines Friedensvertrages zugestanden wurden. Diese Energie fehlt nicht nur ihnen und bringt die Clanfamilien wieder gegen die Kolonie auf, sondern auch der Kolonie selbst, die weiterhin auf Befehl des Gouverneurs einseitig die Verträge mit der Erde einhält und daher gezwungen ist, Energieeinsparungen auf immer mehr Bereiche des Alltags auszuweiten.

An den geplanten Aristo-Feiern in Dar'y-Jash, den höchsten religiösen Festlichkeiten, nehmen erstmals auch hochrangige Vertreter der Kolonie teil. Für ihre vielen Gegner ist klar: Eine bessere Chance zu einem Angriff wird sich nicht bieten.

Fast vierzig Jahre nach dem letzten Kontakt zum Mutterplaneten Erde hält die menschliche Kolonie auf Tranthal unter Führung von Gouverneur Seth Adam eisern an den vor zweihundert Jahren geschlossenen Kolonialverträgen fest. Diese versichern den Bewohnern Schutz und Technologietransfer, für den im Gegenzug Rohstoffe, Energie und seltene chemische Verbindungen für die Erde geschürft, erzeugt und gelagert werden. Trotzdem der Kontakt abgebrochen ist und keine Unterstützung mehr eintrifft, weigert sich Gouverneur Adam die Verträge auszusetzen. Während dadurch der Lebensstandard zunehmend sinkt und die Kolonie auch nach zweihundert Jahren ihrer Existenz von den anderen Völkern des Planeten mehr verachtet als respektiert wird, stagniert die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung vielerorts. Die Demokratie, jahrzehntelang in Aussicht gestellt, wenn nur erst die Völker der Dar'y, Isaris oder Sin-Dar'y auf Abstand gehalten wären, ist zu einem sanften Autoritarismus geronnen.

Um die alten Kolonialverpflichtungen zu erfüllen, werden Rohstoffe in der Nähe des Raumhafens gelagert, die in der Kolonie selbst überall fehlen. Während sogar das eigene Raumfahrtprogramm aus Energie- und Rohstoffmangel eingestellt werden muss, werden die riesigen Lagerhallen erweitert und bestückt mit Gütern, die seit langem nicht mehr abgeholt werden.

In einem Klima der Stagnation, des innenpolitischen Drucks und eines sich abzeichnenden neuen Krieges mit den benachbarten Dar'y beenden drei junge Rekruten ihre Ausbildung an der renommierten Militärakademie der kolonialen Hauptstadt Hallwa: Brit Darburg, Tochter des einflussreichen Kolonialbeamten Frid Darburg und Studentin am Fachbereich Propaganda, Dars Poole, ein regimekritischer und äußerst talentierter junger Astrophysiker und Len Kakaia, Spross einer Dynastie von Landwirten, der Kriminologie studiert und sich nach den Straßenschluchten der Großstadt sehnt. Sie beide lieben Brit, auf ihre je ganz eigene Art. Brit jedoch, die mütterlicherseits eine direkte Abstammungslinie bis zurück zur Erde besitzt, liebt vor allem den Staat, die Kolonie und glaubt felsenfest an Gouverneur Adam.

Gemeinsam drängen sie nach ihrem Abschluss in die Welt. Eine Welt, die nicht nur von Politik und Religion bestimmt wird, sondern auch geprägt ist von einem mächtigen militärisch-politischen Komplex und sakrosankten Hierarchien, interkulturellen Konflikten und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen, an deren Ende nicht nur das Leben, wie sie es kennen, sondern auch ihre ganz persönlichen Ideale, Hoffnungen und Ängste auf den Prüfstand gestellt werden.

Eine Welt, in der Politiker, Religionsführer und Schwerstkriminelle die Fäden ziehen und viele weit mehr als ihren Glauben an die Kolonie verlieren werden.